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Posts mit dem Label Erkältung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Sonntag, 18. September 2016

Ingwer - Zingiber officinale

Der Ingwer ist eine einkeimblättrige Pflanze, die in den Tropen und Subtropen beheimatet ist. Im beheizten Gewächshaus oder im Haus lässt sie sich allerdings auch hier in unseren Breiten ziehen.
Als Heilmittel und in der Küche wird hauptsächlich das Rhizom – der Wurzelstock – des Ingwers verwendet.

Bei uns ist er schon sehr lange bekannt, wenn auch erst seit relativ kurzer Zeit in jedem Supermarkt erhältlich.

Im ayurvedischen gehört der Ingwer zu den wärmenden Gewürzen, für mich völlig verständlich: man muss nur mal ein Scheibchen Ingwer in den Mund nehmen und ein bißchen darauf herumkauen. Der Ingwer entwickelt eine würzige Schärfe mit einem eigenen Geschmack, nach Ingwer eben. Das mag nicht jeder, aber ich habe schon als kleines Kind verkündet: alles, was gesund ist, schmeckt nicht gut.

In der Naturheilkunde wird Ingwer als probates Mittel gegen Reisekrankheit ebenswo wie allgemeine Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Auch gegen Erkältungen soll er als Tee eventuell mit etwas Zitrone oder Orange und Honig helfen. Allerdings sollten Schwangere ihre Übelkeit nicht unbedingt mit Ingwer bekämpfen, hier könnte er kontraindiziert sein.

Wer mehr an Farben interessiert ist, kann Ingwer auch zum Gelbfärben nutzen.

Sonntag, 8. Mai 2016

Majoran – Origanum majorana

Der Majoran stammt ursprünglich aus Kleinasien. Er gehört zur Gattung Dost und ist ein Lippenblütler. Er wird nach seinem häufigsten Verwendungszweck auch Wurstkraut genannt, da er in sehr vielen Wurstsorten ein oft gebrauchtes Gewürz darstellt. Er ist ein „Bruder“ des Oregano, schmeckt und riecht aber anders.

Der Majoran ist zwar eine ausdauernde Pflanze, wird aber häufig nur als einjähriges Kraut angepflanzt. Der Majoran blüht im Sommer bis in den August hinein und sollte kurz vor oder zu Beginn der Blüte geerntet werden.

Majoran ist sehr aromatisch aufgrund seines hohen Anteils an ätherischen Ölen. Beim Trocknen geht ein Teil des Aromas verloren. Er wird zum Würzen von kräftigen Eintöpfen,Soßen, Suppen wie Kartoffeleintopf, Wurst oder Hülsenfrüchte verwendet.
Hier unterstützt er auch die Verdauung, denn er stärkt die Verdauungsorgane und wirkt – insbesondere bei Babies – auch gegen Blähungen. Er wird in der Naturheilkunde auch gegen Erkältungen eingesetzt, als Majoran-Salbe lindert er auch gereizte Schnupfennasen. Da er auch beruhigend und entkrampfend wirkt, ist auch bei Menstruationsbeschwerden ein Versuch mit Majoran angezeigt.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Hagebutte - Rosa canina

Rose / Hagebutten – Rosa canina

Die Hagebutten sind die Früchte der Wild- oder Hundsrose. Teilweise wird hier – pars pro toto – die ganze Pflanze mit Hagebutte bezeichnet. In unseren Gärten wachsen meist aber die Gartenrosen, die allerdings auch als Heiltee genutzt werden können.

Die roten Früchte sind streng genommen nur die Hülle einer Sammelfrucht, die eigentlichen Früchte sind die Kerne, die auch als Nüsschen bezeichnet werden. Bei den Kernen ist Vorsicht geboten: sie sind durch Widerhaken tragende Härchen „geschützt“, diese Kerne dienten uns als Kinder als „Juckpulver“ - ein sehr wirksames, wie ich mich erinnere. Die Kerne enthalten mehr Vitamin-B-Komplex als die Schale, bei dieser überwiegt das Vitamin C.

Beides ist verwendbar. Die Schalen werden gerne als Tee getrunken, sind in vielen Früchteteemischungen enthalten und unterstützen bei Erkältungen, wirken leicht harntreibend und sind daher auch bei Blasen- und Nierenleiden gut.

Die Kerne sind als Tee gut gegen Übersäuerung und können daher bei Rheuma und Gicht unterstützen.

Es gibt Studien, die die Hagebutte als Pulver auch hilfreich gegen Arthrose beschreiben.


Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Hagebutten - Rosa canina
 

Hauptinhaltsstoffe:
Vitamin C
Carotinoide
Ätherisches Öl
 

Hauptanwendungsgebiete:
Zellerneuernd
Gefäßstärkend
 

wie erkennen:

Donnerstag, 7. Januar 2016

Buche - Fagus sylvatica

Die Buche ist ein bei uns weit verbreiteter Baum. Er wird recht groß, kommt häufig im Wald vor und hat eine silbrige Rinde.

Diese Rinde kann unterstützend wirken bei Erkältungen, da sie fiebersenkend, auswurffördernd und hustenstillend wirkt.

Die Früchte der Buche – die Bucheckern – sind essbar, enthalten jedoch Blausäure. Daher sollten nicht zu viele Bucheckern pro Portion verzehrt werden. In Notzeiten sind die Bucheckern auch als Mehlersatz verwendet worden.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Eisenkraut - Verbena officinalis

Das Echte Eisenkraut wirkt vor allem entkrampfend, schmerzlindernd und beruhigend. Auch Migräne oder akutem Kopfschmerz lässt sich mit einer Kompresse aus echtem Eisenkraut begegnen.

Manche Quelle berichtet auch von Unterstützung bei unklaren Ängsten und depressiven Verstimmungen, die häufig in der Lebensmitte aufkommen.

Doch Achtung! Eisenkraut kann Wehen auslösen und sollte daher in der Schwangerschaft allenfalls gegen Ende angewendet werden

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Gänseblümchen - Bellis perennis

Das Gänseblümchen – mir bestens bekannt aus meinen Kindertagen – gilt nicht unbedingt als Heilpflanze, sieht aber im Salat oder auch in Kräuterzubereitungen hübsch aus und kann gegen Erkältungen und Magen-Darm-Katarrhe unterstützend eingesetzt werden.

Fast jeder, der einen englischen Rasen sein eigen nennen möchte, schimpft über die Beständigkeit des Gänseblümchens. In unserem Garten aber widersetzt es sich konsequent allen Ansiedelungsversuchen, sei es als Pflanze oder als Samen.

Montag, 7. Dezember 2015

Quendel - Thymus serphyllum

Für den Quendel habe ich auch die Namen Sand-Thymian, Teppichthymian und andere mehr gefunden. Auch bei dem wissenschaftlichen Namen kommt neben Thymus serpyllum noch Thymus pulegiodes vor. Ich bin nicht sicher, ob alle wirklich von der gleichen Pflanze schreiben, aber vorerst lasse ich das mal so stehen.

Er wächst in Mitteleuropa wild im Gegensatz zu seinem mediterranen „Bruder“, dem echten Thymian, der zu uns aus dem Mittelmeerraum gebracht wurde. Ich habe hier in unserem Raum allerdings noch keinen gefunden, vielleicht ist es hier nicht trocken genug.

Er ist ähnlich wirksam wie der Thymian und kann gegen Erkältungen, aber auch Magen-Darm-Beschwerden und äußerlich bei Hautentzündungen eingesetzt werden.

Sonntag, 30. August 2015

Mastix-Thymian – Thymus mastichina

Bei unserem neuerlichen Shopping beim Kräutermarkt stieß ich auf diesen wunderbar würzig duftenden Thymian. Da ich die Pflanze nicht kannte, mir der Geruch aber zusagte, kaufte ich mir ein Töpfchen. Auf dem Etikett steht auch etwas von ägyptischem Räucherthymian. Ich bin mal gespannt. So ist zwar das Räuchern nicht „meins“, aber mit diesem Duft – das muss ich einfach mal ausprobieren. Ich werde berichten.

Als weitere Namen habe ich „spanischer Majoran“ oder auch Waldmajoran gefunden, er hat aber botanisch wohl mit dem Majoran nichts gemeinsam.

Der Mastix-Thymian liebt sonnigen, gut durchlässigen, etwas sandig-kiesigen Boden, ist bedingt winterhart (normalerweise bei uns schon ein k.o.-Kriterium, da wir im Haus nur sehr wenig Platz für „Überwinterungsgäste“ haben).

Er ist zum Würzen geeignet, allerdings bin ich mir bei dem Geruch nicht sicher, wozu der Mastix-Thymian passt, aber auch als Heilkraut als Tee kann er genossen werden.

Samstag, 15. August 2015

Mädesüß - Filipendula ulmaria

Cave: Mädesüß enthält Salicylsäure und wirkt damit schmerzstillend. Aber Menschen,die auf Salicylsäure und ihre Abkömmlinge allergisch reagieren, dürfen auch Mädesüß oder Weidenrinde nicht einnehmen. Sie müssen sich nach einer Alternative umschauen, die es auch im Pflanzenreich geben dürfte.

Mädesüß unterstützt bei Erkältungen, Grippe, Rheuma, aber auch bei Verdauungsproblemen und Gicht. Die Blüten lassen sich frisch, aber auch trocken verwenden.

Eine Limonade stellt man folgendermaßen her: ein oder zwei Blüten in einen Liter (oder auch mehr oder weniger, je nach Geschmack) Apfelsaft hängen und einige Stunden – evtl. auch über Nacht – ziehen lassen. Im Sommer eine leckere Abwechslung zum Erfrischen.

Sonntag, 26. Juli 2015

Zwiebel - Allium cepa

Eines unserer „billigsten“ Fast-“Allheilmittel“ können wir in jedem Supermarkt kaufen: die Zwiebel. Sie wirkt antibakteriell, Auswurf fördernd, entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend.
Als meine Kinder kleiner waren, hatten sie – wie im Kindergartenalter halt so üblich – ständig Infekte der oberen Luftwege, also das, was im allgemeinen Sprachgebrauch so Erkältung heißt. Irgendwann war ich dieser Infekte überdrüssig und bekam von meiner Tante den Tipp mit dem Zwiebeltee.
Also gesagt getan, eine kleine Zwiebel mit sämtlichen Schalen – man achte also tunlichst auf gute Qualität – klein geschnitten in kaltem Wasser angesetzt und vorsichtig aufkochen lassen. ¼ h ziehen lassen und absieben. Da diese Flüssigkeit nicht so ohne Weiteres in jedes Kind zu transportieren ist, nutzte ich den noch vorhandenen Himbeersirup (gekauft – ich gebe es zu – und daher rot röter am rötesten, ich habe selten etwas so Rotes gesehen), der als Süßungs- und vor allem Färbemittel dem Gesundgebräu die richtige Farbe verlieh. Siehe da, meine Kinder tranken den Tee nicht nur klaglos, sondern sogar richtig gerne. Und nicht nur die Erkältung mit Schnupfen und Husten war schneller als üblich auskuriert, es kam auch so schnell keine mehr nach.
Alternativ und weniger farbintensiv schnippele ich eine kleine Zwiebel – diesmal ohne Schale – klein und gebe Zucker oder Honig darauf, bis alles bedeckt ist. Nach ein paar Stunden hat die Mischung Saft gezogen, der ebenso auch gegen Infekte wirken kann.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Borretsch - Borrago officinalis

Der Borretsch erfreut uns im Sommer mit seinen blauen Blüten, die auch essbar sind und damit eine bezaubernde, essbare Dekoration auf Salaten und Suppen. Bei uns im Garten ist immer noch "Borretsch"-Zeit für Bienen und Hummeln. Ich lasse ihn immer stehen, bis alle Blüten verwelkt sind und er Zeit hatte, sich auch auszusäen. Letztens hatten wir aber noch einen anderen Besucher, der unseren samenden Borretsch zu schätzen wusste: einen sperlingroßen grünlichen Vogel, der sich die welken Blüten abgezupft hat, die "Spreu" vom Samen trennt und sich diesen dann schmecken ließ.

Der Borretsch enthält Pyrrolizidinalkaloide und ist damit in Verruf gekommen, leberschädigend und evtl. auch krebserregend zu sein. In einigen Reportagen wurde vom Verzehr komplett abgeraten. Ich persönlich esse nicht so viel grüne Soße und lasse ihn daher auch nicht weg, aber im Bedarfsfall kann man ja einfach von den anderen Kräutern mehr nehmen.

Abgesehen von den Pyrrolizidinalkaloiden enthält Borretsch aber auch noch Flavonoide, Schleimstoffe und andere wichtige Stoffe. Dadurch kann der Borretsch bei Erkältungskrankheiten, Husten, Heiserkeit unterstützen und auch bei leichten Depressionen kann er helfen.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Holunder - Sambucus nigra

Neben dem schwarzen gibt es auch noch einen roten Holunder, der allerdings sehr viel seltener anzutreffen ist.

Die Hauptinhaltsstoffe der Holunderblüte sind ätherische Öle und Flavonoide. Ein Tee aus den Blüten wirkt schweißtreibend und hilft gegen Fieber und Erkältungen. Manchmal hilft ein schweißtreibender Tee allerdings erst, wenn man ihn nachmittags trinkt.

Als verdünnter Sirup ist er eine leckere Alternative zu Säften und Tees. Mit Wein und etwas Minze ergibt er einen Hugo – Trendgetränk von 2013.

Als Tinktur wirkt Holunder gegen Erkältungskrankheiten, Bronchitis, insbesondere wenn sie droht chronisch zu werden, chronische Sinusitis, Raucherhusten und manch ein Zipperlein mehr.

Ich nehme im Bedarfsfall ca. 20 – 30 Tropfen 1 – 3x täglich ein, entweder mit Wasser verdünnt oder pur.


Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Holunderblüten - Sambucus nigra
 

Hauptinhaltsstoffe:
Ätherisches Öl
Schweiß treibende Stoffe
Schleim
 

Hauptanwendungsgebiete:
Schweiß treibend
Erkältungskrankheiten
 

wie erkennen:
Geruch, kleine weiße Blütchen

Mittwoch, 3. Juni 2015

Kapuzinerkresse - Tropaeolum majus

Die Kapuzinerkresse erfreut mit bunten Blüten ab dem Hochsommer. Ich hatte in 2013 mehrere Samen gelegt, allerdings war wohl die Natur in Form von Temperatur und Wetter gegen mich und meine Absichten. Erst relativ spät (ab Ende Juni) tat sich wirklich etwas. Allerdings sind von den 15 gelegten Samen nur zwei aufgegangen. Eine Pflanze hat wohl den richtigen Standort. Sie ist jetzt im Spätsommer regelrecht "explodiert". Wächst und blüht und wächst und blüht. Ein grüner Teppich durchsetzt mit orangefarbenen Blüten wuchert nun munter drauf los. Ich bin begeistert. Allerdings ist diese wunderschöne Pflanze nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch gesund. Blätter und Blüten, beides ist essbar und besitzt zudem noch heilende Kräfte.
Nun haben wir den 8. Dezember (2014) und meine beiden Kapuzen (nicht die aus dem letzten Jahr, ich hatte im Frühjahr wieder welche ausgesät), die dieses Jahr doch sehr kümmerlich wuchsen, blühen noch immer! Sehr wenige Blüten und Blätter, aber stetig und jetzt auch nicht mehr von Blattläusen heimgesucht, bieten sie doch etwas Abwechslung im Salat.

Die Kapuzinerkresse wirkt kräftigend, führt ein wenig ab und unterstützt die Verdauung.



Kapuzinerkresse - nicht nur ein Augenschmaus
 Zubereitung:
Sie können einfach einige Blätter unter Ihren Salat mischen oder richten einen eigenständigen Kapuzinerkresse-Salat an. Auch diese Blätter lassen sich im Kräuterquark unterbringen oder wenn sonst frische Kräuter verwendet werden. Achtung: Das Kraut trägt seinen Namen zu Recht: Zu viele Blätter machen das Essen evtl. zu scharf.



Die Heilkräfte umfassen pilztötende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften, so dass eine Tinktur aus Kapuzinerkresse sowohl bei Problemen der oberen Luftwege aber auch des Urobgenitaltraktes angewendet werden.

Für die Tinktur schneidet man eine entsprechende Anzahl (ca. 1 Teil Kraut und Blüten) in Streifen, gibt hochprozentigen Alkohol (möglichst 70%igen) hinzu bis das Kraut bedeckt ist und lasst das ganze ca. 10 - 14 Tage in der Sonne ausziehen. Anschließend filtert man und füllt in saubere möglichst dunkle Fläschchen um. Man nimmt maximal 3x täglich ca. 20 Tropfen auf 1 Esslöffel Wasser oder Tee ein.

Mittwoch, 18. März 2015

Kiefer – Pinus silvestris

Die Kiefer ist ein immergrüner Nadelbaum mit sehr vielen Arten. Einige davon sind auch in den Subtropen oder Tropen beheimatet.
Die Kiefer findet vor allem in der Möbelindustrie Verwendung, dient auch als Bau- und Brennholz. Die Nadeln und Triebe werden allerdings auch naturheilkundlich genutzt. Das ätherische Öl beduftet Badezusätze und Einreibemittel gegen Husten, Erkältungen, Rheuma und Gelenkschmerzen.