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Mittwoch, 2. September 2015

Liebstöckel - Levisticum officinalis

Das Liebstöckel oder auch Maggikraut genannte Kraut ist sehr würzig und erinnert im Geschmack tatsächlich an die bekannte Würze in der gelb-roten Flasche. Allerdings ist in der Würzsoße kein einziges Krümelchen Liebstöckel enthalten. Mir persönlich gefällt Liebstöckel sehr gut in deftigen Eintöpfen wie Kartoffeleintopf oder auch Erbsen- bzw. Bohneneintopf. Auch die Römer wussten das Liebstöckel schon zu schätzen.

Es kann prinzipiell die komplette Pflanze verwendet werden. Üblicherweise erntet man die Blätter im Frühjahr oder Sommer, die Samen erscheinen nach der Blüte im Spätsommer. Die Wurzel gräbt man im Herbst oder Frühjahr aus.

Liebstöckel kann carminativ, d.h. blähungswidrig wirken, ist auch in verschiedenen Carminativa enthalten. Außerdem stärkt es die Blase und wirkt gut bei leichten Blasenentzündungen. Auch für die Atemwege kann es gute Dienste leisten.

Liebstöckel sollte man während der Schwangerschaft unbedingt vermeiden, es kann unter Umständen abortiv wirken.

Sonntag, 24. Mai 2015

Pflanzen der Kelten in der Wetterau

Nachdem wir heute in der Keltenwelt am Glauberg waren, habe ich dort gelernt, dass sogar die Kelten schon Anis, Liebstöckel, Sellerie und Walnuss kannten, und dass es keineswegs - wie gerne angenommen - die Römer waren, die diese Pflanzen zu uns brachten.