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Donnerstag, 2. Februar 2017

Süßholz - Glycyrrhiza glabra

Cave: Personen mit erhöhtem Blutdruck sollten kein Süßholz verwenden, da es den Blutdruck erhöhen kann. Daher ist auch Lakritze - insbesondere die reine Lakritze - mit Bedacht zu genießen!



Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Süßholzwurzel - Glycyrrhiza glabra
 

Hauptinhaltsstoffe:
Saponine
 

Hauptanwendungsgebiete:
Schleim lösend
Magenschleimhautentzündungen
 

wie erkennen:
schmeckt nach Lakritze

Mittwoch, 8. Juni 2016

Labkraut, echtes - Galium verum

Das echte Labkraut bevorzugt mageren Boden, auch auf Moorböden kommt es vor.

Im Gegensatz zu seinen Brüdern, dem Klettenlabkraut und dem Wiesenlabkraut blüht das echte Labkraut gelb. Seine Blütezeit ist von Mai bis September. Die gelben nach Honig duftenden kleinen Blüten sind rispenartig angeordnet.

Das Labkraut wirkt äußerlich bei Hautproblemen, am besten als Frischsaft, aber auch eine Spülung oder eine Kompresse mit einem Tee aus Labkraut kann hier helfen.

Innerlich trinkt man das Labkraut als Tee.

Früher wurden die Früchte zur Milchgerinnung bei der Käseherstellung verwendet. Angeblich wird auch heute noch der Chesterkäse in Schottland mit Labkraut hergestellt.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Gänsefingerkraut – Potentilla anserina

Das Gänsefingerkraut ist eine niedrig wachsende krautige Pflanze, die gerne auf verdichteten Böden wie Feld- und Wiesenrändern wächst. Auch auf Wegen ist sie zu finden. Das Gänsefingerkraut hat ein bis zu 20 cm langes Rhizom, einen niedrigen Stängel und breitet sich über Ausläufer aus sowie über Samenbildung. Die Blätter sind ca. 21teilig und gefiedert. Die Unterseite ist silbrig, die Oberseite grün. Durch die silbrige Unterseite ist das Gänsefingerkraut leicht vom jungen Rainfarn zu unterscheiden.

Die Blütezeit ist im Sommer (die Aufnahme unten wurde am 24.9.15 gemacht), dann wird das Kraut auch geerntet. Es werden die Blüten, die Blätter und auch die Wurzel in der Pflanzenheilkunde verwendet.


In den Schriften der antiken Heilkundigen findet sich nichts über das Gänsefingerkraut. Wahrscheinlich liegt das darin begründet, dass das Kraut eher in mitteleuropäischen Gefilden wächst, und nicht so sehr im Mittelmeerraum, wo die meisten Gelehrten der Antike beheimatet waren. Wohl aber kannten die Germanen wahrscheinlich die Wirkungen als Heilmittel. Die Rezepturen mit Milch deuten darauf hin.

In der Pflanzenheilkunde wird das Gänsefingerkraut gegen Durchfall und bei Blutungen sowie bei Entzündungen der Schleimhäute und des Zahnfleisches empfohlen. Ganz allgemein soll es bei krampfartigen Schmerzen Linderung verschaffen, selbst bei Wadenkrämpfen.
Auch gegen Menstruationsbeschwerden und anderen Unterleibsschmerzen soll sich das Gänsefingerkraut bewährt haben.

Für einen Tee übergieße ich 2 Teelöffel getrocknetes Kraut (Blätter und Blüten, optimalerweise von Mai bis August gesammelt) mit ¼ l kochendem Wasser und lasse 10 Minuten ziehen. Dann seihe ich ab (oder verwende von Anfang an einen Teebeutel) und trinke den Tee möglichst warm bei Bedarf.

Sonntag, 1. Mai 2016

Waldmeister - Galium odoratum

Ich liebe den Duft von Waldmeister, wenn er leicht angewelkt ist. Ein Tee mit schwacher Dosierung lindert oder heilt Kopfschmerzen, zu stark dosiert, kann er allerdings auch Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen hervor rufen. Der Waldmeister ist Hauptbestandteil der sogenannten Maibowle, aber auch einer beliebten Spezialität – der Berliner Weiße. Kinder mögen den Geschmack von Waldmeister im Eis oder in ihrer Limonade oder dem Wackelpudding. Im Gegensatz zu uns Menschen mögen den Geruch und Geschmack mehr oder weniger gern, Motten oder andere tierische „Untermieter“ in der Wohnung mögen den Geruch weniger. So kann man sie mit einem für uns angenehmen Duft relativ einfach und vor allem mit unschädichen Mitteln vertreiben.

Der Waldmeister wächst meist in den gemässigten Breiten Eurasiens und meist in Laubwäldern. Geerntet wird er meistens im Mai (für Bowle besser vor der Blüte), Tee kann man auch mit dem blühenden Kraut bereiten.

Donnerstag, 7. April 2016

Giersch - Aegopodium podagraria

Der Giersch - für die meisten ein sehr lästiges Gartenunkraut - schmeckt und riecht ähnlich wie Petersilie und wächst - wo er auftritt - in Massen. Ich "importiere" mir immer einen großen Sack voll aus Nordhessen. Bei uns im Garten wächst er nicht wild, allerdings habe ich ihn - zum Entsetzen und völligen Unverständnis anderer Gärtner - in einem Kübel angesiedelt. Ich hoffe, er kommt im Frühjahr wieder, da er nur sehr spärlich angewachsen war.

Der Giersch lässt sich angeblich kaum aus dem Garten vertreiben, wenn er einmal Fuss gefasst hat. Er lässt sich aber sehr gut als Salat oder Gemüse ähnlich wie Spinat zubereiten. Am besten schmecken die jungen Triebe. Das lässt sich erreichen indem die Pflanzen regelmäßig gemäht oder geschnitten werden.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Kurkuma - Curcuma longa

Kurkuma – Curcuma longa

Der Kurkuma ist ein Verwandter des bei uns bekannteren Ingwers, schmeckt aber anders. Da der färbt sehr stark gelb oder orange färbt, wird er unter diverse Gewürzmischungen wie Curry gemischt. Auch Senf und andere Dips können damit gelb gefärbt werden. Bei uns ist der Kurkuma solo noch nicht sehr gebräuchlich, ist aber gemahlen als Pulver zu bekommen. Als Wurzelstück findet man ihn meist nur in Spezialitätenläden.

Der Kurkuma unterstützt die Verdauung, hilft gegen Blähungen und Völlegefühl. Leider ist Kurkuma nicht besonders gut bioverfügbar, daher empfiehlt es sich, ihn etwas Öl zu mischen oder mit langem Pfeffer kombiniert einzunehmen.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Gänseblümchen - Bellis perennis

Das Gänseblümchen – mir bestens bekannt aus meinen Kindertagen – gilt nicht unbedingt als Heilpflanze, sieht aber im Salat oder auch in Kräuterzubereitungen hübsch aus und kann gegen Erkältungen und Magen-Darm-Katarrhe unterstützend eingesetzt werden.

Fast jeder, der einen englischen Rasen sein eigen nennen möchte, schimpft über die Beständigkeit des Gänseblümchens. In unserem Garten aber widersetzt es sich konsequent allen Ansiedelungsversuchen, sei es als Pflanze oder als Samen.

Mittwoch, 4. November 2015

Nelkenwurz – Geum urbanum

Die Nelkenwurz wurde in Zeiten als Gewürze bei uns noch sehr selten und damit teuer waren, auch als Ersatz für Gewürznelke verwendet.

Die Nelkenwurz kann aufgrund ihrer adstringierenden Wirkung gegen Darmprobleme helfen, soll auch gegen Zahnfleischentzündungen und Zahnschmerzen helfen. Da der Tee nicht wirklich gut schmeckt, empfiehlt sich unter Umständen eine Verwendung der Nelkenwurztinktur.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Chemikalien für den IHK-Sachkundenachweis (Kräuterschein)

Für das Bestehen des IHK-Sachkundenachweises - im Volksmund auch Kräuterschein genannt, der offiziell Nachweis der Sachkenntnis im Einzelhandel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln heißt, sind neben der Kenntnis verschiedener Kräuter auch die Kenntnis einiger Chemikalien wichtig, die im folgenden aufgelistet sind:

Ammoniaklösung
Bittersalz
Glycerin
Kaliumpermanganat
Kampferspiritus
Medizinische Kohle 
Natron
Schwefel

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Enzian - Gentiana lutea


Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Enzianwurzel - Gentiana lutea
 

Hauptinhaltsstoffe:
Bitterstoffe
 

Hauptanwendungsgebiete:
Verdauungsschwäche
 

wie erkennen:

Sonntag, 23. August 2015

Gundermann - Glechoma hederacea

Ein unscheinbares Pflänzchen ist der Gundermann oder die Gundelrebe, wie die Pflanze auch genannt wird. In der Land- und Gartenwirtschaft gilt der Gundermann als Unkraut, auch die Landwirte, die sich mit Viehzucht beschäftigen, mögen ihn nicht, ist er doch für Pferde zumindest giftig. Es soll sogar zu Todesfällen gekommen sein.

Für den Menschen allerdings ist er eine Heilpflanze, die gut bei Atemwegs- und Hautproblemen einsetzbar ist. Allerdings bringt wohl nur die frische Pflanze den erwünschten Segen.

Die Blätter des Gundermanns sind als Gewürz in Quark- und Suppen- oder Soßengerichten gut untergebracht, als Tee kann er bei diversen Atemwegs- und Hautproblemen unterstützen, insbesondere schlecht heilende Wunden sind sein „Revier“. Daher kommt wohl auch sein Name, denn Gund bedeutet Eiter.

 Sogar als Namensgeber für die eine oder andere Straße dient der Gundermann:

gefunden in Dieburgs Altstadt



Dienstag, 24. März 2015

Gewürznelke – Syzygium aromaticum

Unsere Nelken aus dem Garten sind mit der Gewürznelke nicht verwandt. Unsere Gewürznelken sind die getrockneten Fruchtknoten des Gewürznelkenbaumes.

Die Gewürznelken enthalten unter anderem ätherisches Öl, das schmerzstillend auch in der Zahnheilkunde eingesetzt wurde und wird.

Gewürznelken sind in vielen Gewürzmischungen enthalten, die vor allem der Verbesserung der Verdauung dienen. Rotkraut oder -kohl kann ich mir ohne dieses Gewürz gar nicht mehr vorstellen. Ebenfalls gehört die Gewürznelke in das Glühweingewürz, das ich allerdings gerne für warmen oder heißen Apfelsaft verwende. Nebenbei tue ich damit auch etwas für meine Verdauung und mir schmeckt der Saft dann gerade im Winter nochmal so gut.

Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Gewürznelke - Syzgium aromaticum 

Hauptinhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Hauptanwendungsgebiete:
Schleimhautentzündungen Mund / Rachen / Zähne
Magen / Darm, wirkt krampflösend, betäubend, hemmt Wachstum von Pilzen, Bakterien, Viren
 

wie erkennen:

Dienstag, 3. März 2015

Glycerin

Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis

Glycerin


In Salben und Cremes
  • Hautpflegemitel äußerlich, rissige Haut
  • in vielen Salben nd Cremes





klare, farblose Flüssigkeit
etwas süßlich, sieht "ölig" aus

Samstag, 10. Januar 2015

Jiaogulan / Xiancao / Kraut der Unsterblichkeit – Gynostemma pentaphyllum

Jiaogulan / Xiancao / Kraut der Unsterblichkeit – Gynostemma pentaphyllum

Das Kraut der Unsterblichkeit oder Jiaogulan ist bei uns noch ein eher seltenes Kraut. Es soll ähnlich wie Ginseng wirken und als Tee und auch im Salat genossen werden können.
Die Pflanze zieht im Winter ein und treibt im späten Frühjahr wieder aus. Der Jiaogulan ist eine Rankpflanze, die sich allerdings ihr Gerüst selbst sucht bzw. nicht alles annimmt, was ihr angeboten wird.