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Posts mit dem Label Atemwegserkrankung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Montag, 10. Februar 2020

Quitte – Cydonia oblonga

Die Quitte ist ein heute eigentlich eher unbekannter Baum. In ihren Früchten unterscheidet man Apfel- oder Birnenquitte.
Zur Verwendung kommen in erster Linie die Früchte, als Heilmittel aber auch die Samen und Blätter. Aber cave: die Samen enthalten Blausäure und sollten daher als Ganzes verwendet werden. Der Tee kann bei Atemwegsproblemen und Durchfall unterstützend eingenommen werden.

Nun habe ich mir im letzten Jahr den Wunsch erfüllt und einen Quittenbaum gekauft. Noch "wohnt" er in einem 50-l-Kübel, darf aber im Sommer dann in die "Freiheit" unseres Gartens umziehen. Ich hoffe, es wird ihm gefallen. Im Kübel hat er immerhin im Sommer 5 Quitten getragen, die in einen leckeren Likör überführt wurden. Nun erhoffe ich mir für den nächsten Sommer ein paar mehr, dass es sich lohnt ein Gelee oder eine Marmelade zu kochen.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Süßdolde - Myrrhis odorata

Die Süßdolde kann eingesetzt werden, um bei sauren Früchten den Zuckerzusatz zu verringern, was unter anderem für Diabetiker interessant sein könnte.
Sie kann auch unterstützend bei Atemwegsproblemen oder Magenbeschwerden wirken.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Sternanis - Illicium verum

Der Sternanis ist bei uns vor allem als Gewürz in der Weihnachtsbäckerei bekannt. Er schmeckt ein wenig nach Anis, sieht als ganzes Gewürz auch sehr dekorativ aus. Der gemahlene Sternanis verliert bei falscher Lagerung sehr schnell an Aroma, bei korrekter Lagerung duftet er aber recht lange.

Allerdings ist der Sternanis auch durchaus als Heilpflanze zu verwenden. In erster Linie kann er bei Nervenschmerzen eingesetzt werden, soll aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden und bei Beschwerden des Atemwegappartes helfen.
 
Ich hatte nun seit Wochen heftige Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule gehabt. Zwei Behandlungen mit dem Novafon-Gerät haben zwar vorübergehende Lindern verschafft, aber nicht dauerhaft geholfen. Wahrscheinlich hätte ich viel eher und auch noch länger damit arbeiten müssen. Heute kam ich nun auf die Idee, meinen Apfel-Kirsch-Nektar, den ich sehr gerne gewürzt mit Ingwer, Zimt und Sternanis (bislang immer am Stück zerkleinert) und mit heißem Wasser genieße mit einer Messerspitze gemahlendem Sternanis zu würzen. Etwa eine halbe Stunde nach dem Genuss fiel mir dann auf, dass meine Rückenschmerzen praktisch wie weggeblasen sind. Die Wirkung dauerte länger als 10 h an, länger als die meisten Schmerzmittel, die ich so kenne (zugegebenermaßen sind das nicht viele). Was ich nicht weiß: werden die Schmerzrezeptoren blockiert oder die Ursachen tatsächlich beseitigt? Am nächsten Morgen waren die Schmerzen zurück, allerdings deutlich abgeschwächt. Eine erneute Dosis Sternanis (ca. 1 Messerspitze in einem Getränk meiner Wahl) brachte den gewünschten Schmerzbefreiungseffekt zurück. Am dritten Tag wiederholte ich die Gabe, jedes Mal kamen die Schmerzen deutlich schwächer zurück (und erst am nächsten Tag).

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Fichte – Picea abies

Die Fichte ist ein in unseren Wäldern heimischer Baum, der bis weit in die 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts gerne als Weihnachtsbaum verwendet wurde. Da er nach dem Schlagen sehr schnell anfängt seine Nadeln abzuwerfen, wurde er von robusteren Arten wie der Nordmanntanne verdrängt.

Im späten Frühjahr, wenn die Triebe ausgetrieben sind, können diese für Fichtenspitzensirup geerntet werden. Allerdings dürfen die Spitzen nur im eigenen Garten gepflückt werden. Wenn man im Wald ernten möchte, muss man vorher den Förster oder Waldbesitzer um Erlaubnis fragen, sonst ist Ärger wegen Waldfrevels vorprogrammiert!

Die Fichtenspitzen werden gerne bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt. Außer dem bereits erwähnten Sirup können die Triebspitzen auch als Tee angewendet werden. Sie lassen sich für diese Verwendung auch getrocknet verwenden.

Sonntag, 13. September 2015

Malve, wilde (Waldmalve) - Malva silvestris

Die wilde Malve kann zähe Bronchialsekrete verflüssigen und unterstützt die Abwehrkräfte. Diese Eigenschaften macht die Malve zum optimalen „Partner“ gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Sie kann durch ihren hohen Schleimanteil Erkrankungen der Atemwege mit Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen lindern. Auch mit isländisch Moos lässt sie sich gut kombinieren.

Doch Achtung: das, was in vielen Märkten als „Malventee“ angeboten wird, sind meist Blüten des Hibiskus, der zwar einen wunderschön roten Tee macht, aber in der Wirkung nicht mit der Malve zu vergleichen ist.

Ein Malven-“Tee“ wird allerdings kalt angesetzt, ist also mehr ein Kaltauszug. Am besten lässt man dem Auszug über Nacht Zeit, um die Schleimstoffe zu lösen. Die Schleimstoffe würden durch Hitze zerstört, daher der kalte Ansatz.

Auch für Neurodermitis-Geplagte kann ein – evtl. verdünnter – Ansatz als Waschung die Haut beruhigen und gegen das Ekzem wirken.


Schon die Römer kannten die Malve und nutzten sie.

Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Malvenblüten - Malva silvestris
 

Hauptinhaltsstoffe:
Schleimstoffe
Anthocyane
 

Hauptanwendungsgebiete:
Schleim lösend
Reiz mildernd
Atemwege
 

wie erkennen:
charakteristische violette Blüten, fast wie Stäbchen mit grünem Blütenboden

Mittwoch, 2. September 2015

Liebstöckel - Levisticum officinalis

Das Liebstöckel oder auch Maggikraut genannte Kraut ist sehr würzig und erinnert im Geschmack tatsächlich an die bekannte Würze in der gelb-roten Flasche. Allerdings ist in der Würzsoße kein einziges Krümelchen Liebstöckel enthalten. Mir persönlich gefällt Liebstöckel sehr gut in deftigen Eintöpfen wie Kartoffeleintopf oder auch Erbsen- bzw. Bohneneintopf. Auch die Römer wussten das Liebstöckel schon zu schätzen.

Es kann prinzipiell die komplette Pflanze verwendet werden. Üblicherweise erntet man die Blätter im Frühjahr oder Sommer, die Samen erscheinen nach der Blüte im Spätsommer. Die Wurzel gräbt man im Herbst oder Frühjahr aus.

Liebstöckel kann carminativ, d.h. blähungswidrig wirken, ist auch in verschiedenen Carminativa enthalten. Außerdem stärkt es die Blase und wirkt gut bei leichten Blasenentzündungen. Auch für die Atemwege kann es gute Dienste leisten.

Liebstöckel sollte man während der Schwangerschaft unbedingt vermeiden, es kann unter Umständen abortiv wirken.

Sonntag, 30. August 2015

Mastix-Thymian – Thymus mastichina

Bei unserem neuerlichen Shopping beim Kräutermarkt stieß ich auf diesen wunderbar würzig duftenden Thymian. Da ich die Pflanze nicht kannte, mir der Geruch aber zusagte, kaufte ich mir ein Töpfchen. Auf dem Etikett steht auch etwas von ägyptischem Räucherthymian. Ich bin mal gespannt. So ist zwar das Räuchern nicht „meins“, aber mit diesem Duft – das muss ich einfach mal ausprobieren. Ich werde berichten.

Als weitere Namen habe ich „spanischer Majoran“ oder auch Waldmajoran gefunden, er hat aber botanisch wohl mit dem Majoran nichts gemeinsam.

Der Mastix-Thymian liebt sonnigen, gut durchlässigen, etwas sandig-kiesigen Boden, ist bedingt winterhart (normalerweise bei uns schon ein k.o.-Kriterium, da wir im Haus nur sehr wenig Platz für „Überwinterungsgäste“ haben).

Er ist zum Würzen geeignet, allerdings bin ich mir bei dem Geruch nicht sicher, wozu der Mastix-Thymian passt, aber auch als Heilkraut als Tee kann er genossen werden.

Sonntag, 23. August 2015

Gundermann - Glechoma hederacea

Ein unscheinbares Pflänzchen ist der Gundermann oder die Gundelrebe, wie die Pflanze auch genannt wird. In der Land- und Gartenwirtschaft gilt der Gundermann als Unkraut, auch die Landwirte, die sich mit Viehzucht beschäftigen, mögen ihn nicht, ist er doch für Pferde zumindest giftig. Es soll sogar zu Todesfällen gekommen sein.

Für den Menschen allerdings ist er eine Heilpflanze, die gut bei Atemwegs- und Hautproblemen einsetzbar ist. Allerdings bringt wohl nur die frische Pflanze den erwünschten Segen.

Die Blätter des Gundermanns sind als Gewürz in Quark- und Suppen- oder Soßengerichten gut untergebracht, als Tee kann er bei diversen Atemwegs- und Hautproblemen unterstützen, insbesondere schlecht heilende Wunden sind sein „Revier“. Daher kommt wohl auch sein Name, denn Gund bedeutet Eiter.

 Sogar als Namensgeber für die eine oder andere Straße dient der Gundermann:

gefunden in Dieburgs Altstadt



Dienstag, 6. Januar 2015

Thymian - Thymus vulgaris

Der Thymian mag es im Garten warm und trocken, sandige Böden werden bevorzugt. Im Topf mag er dagegen nicht austrocknen, der letzte Sommer mit seinem heißen trockenen Frühjahr und dem doch etwas nasseren Sommer war unseren verschiedenen Thymianpflanzen, die alle im Topf unsere Treppe schmückten nicht zuträglich. Im Topf also immer etwas feuchter halten, im Garten ausgepflanzt macht ihm Trockenheit jedoch nicht viel aus. Dieses Jahr weiß ich das auch.

Bei uns wächst Thymian auch wild und wird dann meist Quendel genannt. Die Wildform ist niedrig wachsend oder kriechend und blüht von weiß über zartrosa bis kräftig pink während des Sommers.

Der Thymian liefert uns ein wunderbares pflanzliches Antibiotikum, das sogar bei schwierigeren Atemwegsproblemen wie Asthma oder chronischer Bronchitis helfen kann. Die fungizide und antivirale Wirksamkeit des Thymian können wir uns in einer Mundspülung gegen Mundpilze oder / und Paradontose nutzbar machen. Auch Hautprobleme lassen sich eventuell mit Thymian bekämpfen. Aber Achtung:Thymian-Tee könnte anregend wirken, daher nicht abends trinken!

Auch beim Thymian gibt es inzwischen viele Formen:


Bei uns wachsen neben dem Thymus vulgaris auch der Kümmelthymian, der Perückenthymian, Teppichthymian und ein Zitronenthymian. Auch hier fällt die Auswahl schwer, wenn der Platz im Garten begrenzt ist. Neuerdings wächst bei uns auch - allerdings im Topf - ein Mastix-Thymian. Ich hoffe, ich bekomme ihn über den Winter. Er sieht sehr traurig aus. Ich befürchte, der Herbst ist ihm zu nass geworden. Womit ich leider Recht hatte.

Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Thymiankraut – Thymus vulgaris
 

Hauptinhaltsstoffe:
Ätherisches Öl
Hauptanwendungsgebiete:
Bronchitis
Keuchhusten
Regeneration
Wurmwidrig
nervenstärkend
 

Wie erkennen:
typischer Geruch