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Dienstag, 6. Oktober 2020

Knoblauch - Allium sativum

Schon die Römer schätzten den Knoblauch. Er ist den meisten vor allem vom Essen aus südlichen Gefilden her bekannt. Er besitzt außer dem Duft, der im übrigen nur beim rohem Knoblauch auftritt, noch sehr wirksame heilsame Fähigkeiten. Leider tritt diese Wirkung aber eben auch nur bei roh verzehrtem und daher stark "duftendem" Knoblauch auf.
 
Knoblauch wirkt antibakteriell und sogar leicht antiviral, wurde auch früher schon gegen Würmer eingesetzt und soll auch bei Magen-Darm-Erkrankungen unterstützen. Bei Überdosierung kann er allerdings bei empfindlichen Personen auch Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Da Knoblauch blutverdünnende Wirkung hat, sollte er nicht hochdosiert eingenommen werden – insbesondere sind hier die Fertigpräparate angesprochen.

Wir stecken unseren Knoblauch meistens im Herbst. Mitte September bis Ende Oktober ist eine gute Zeit dafür. Danach wird es zu kalt und die Knoblauchzehen haben keine Zeit mehr, auszutreiben. Wie man sehen kann, stört auch eine Schneedecke nicht. Im Frühjahr geht es dann zügig weiter.

Alternativ steckt man die Zehen erst im Frühjahr, sie holen meist auf, sind aber auch später erst erntereif.


Mehr darüber könnt Ihr im Youtube-Kanal im kleinen Garten hinterm Haus erfahren.

Übrigens war der Knoblauch Arzneipflanze des Jahres 1989.

Im Frühjahr kommt der Bärlauch - sozusagen ein Bruder des Knoblauchs - aus dem Boden und erweitert die Küche mit seinem leckeren Aroma. 

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Eibisch - Althaea officinalis

Eibisch, echter – Althea officinalis

Der Eibisch ist eine mehrjährige Pflanze, die ursprünglich zwar aus Südeuropa stammt, aber auch gut in unseren Gärten zu pflegen ist. Der Eibisch blüht vor allem im Sommer von Juni bis August zart rosa.

Naturheilkundlich verwendet werden die Blätter, die erst nach der Blüte gesammelt werden und die Blüten gerade nach dem Aufblühen. Da die Blüten nach und nach aufblühen, werden die Blüten einzeln immer wieder nach dem Aufblühen geerntet. Auch und gerade die Wurzel findet Verwendung, sie enthält die meisten Schleimstoffe. Sie wird entweder im Frühjahr oder im Herbst nach der Blüte ausgegraben.

Der wichtigste Inhaltsstoff des Eibisch ist sein Schleim. Daher darf ein Eibischtee auch nicht gekocht werden, sondern wird kalt angesetzt (evtl. auch über Nacht) und dann nur leicht erwärmt. Der Schleim würde durch die Hitze zerstört.

Die Schleimstoffe wirken reizmildernd sowohl auf die Haut als auch auf alle Schleimhäute. Daher ist er sowohl bei Husten, Hals- und Rachenentzündungen aber auch für leichte Magen-Darm-Probleme hilfreich. Auch für leichte Hautprobleme (Verbrennungen beispielsweise) kann er verwendet werden.

Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Eibischwurzel - Althaea officinalis
 

Hauptinhaltsstoffe:
Schleimstoffe
 

Hauptanwendungsgebiete:
Reizhusten
Schleimhautentzündungen

wie erkennen:
helle Wurzelstückchen