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Donnerstag, 15. Oktober 2020

Bärlauch – Allium ursinum



Der Bärlauch wächst in eher lehmigen Laubwäldern und kann dort ganze Rasen bilden. Im hessischen Ried ist er wohl sehr weit verbreitet, wie ich von Bewohnern gehört habe.


Geerntet werden die Blätter sobald sie eine gewisse Größe erreicht haben. Auch Blüten und die Zwiebeln sind essbar. Die Zwiebelchen sind ähnlich groß wie Knoblauchzehen (nicht zu verwechseln mit einer Knolle oder der Großzehe des chinesischen Knoblauchs, der praktisch nur aus einer großen Zehe besteht). Der Bärlauch blüht weiß und bildet lauter kleine Sternchen, die als essbare Dekoration auch sehr gut auf Salaten oder Dipps verwendet werden können.


Der Geschmack ist – wie er Name schon sagt – ähnlich dem Knoblauch. Da der Geschmack durch Erhitzen leidet, wird der Bärlauch meist roh genossen, entweder als Würze in Dipps und Kräuterquarkgerichten oder auch als Gemüse bzw. Salatbeigabe. Durch seine meist schwefelhaltigen ätherischen Öle kann der Bärlauch auch – ähnlich wie sein „großer“ Bruder – der Knoblauch – unterstützend auf Galle und Magenbereich wirken und auch für die Atemwege soll er hilfreich sein.


Verwechslungen mit dem Maiglöckchen können vorkommen, allerdings riecht das Maiglöckchen nicht nach Knoblauch, und auch die im Frühjahr treibenden Blätter der Herbstzeitlosen bieten Möglichkeiten der Verwechslung. Charakteristisch ist auch hier der Duft nach Knoblauch, der den Bärlauch klar erkennen lässt. Aber wie immer: im Zweifel lasse ich die Pflanze stehen. Um jede Verwechslung auszuschließen, habe ich ein paar Zwiebelchen in unserem Garten ausgesetzt und hoffe auf ein paar leckere Dipps in diesem Jahr (letztes Jahr waren die Pflanzen einfach noch zu jung).
 




 
 

Dienstag, 6. Oktober 2020

Knoblauch - Allium sativum

Schon die Römer schätzten den Knoblauch. Er ist den meisten vor allem vom Essen aus südlichen Gefilden her bekannt. Er besitzt außer dem Duft, der im übrigen nur beim rohem Knoblauch auftritt, noch sehr wirksame heilsame Fähigkeiten. Leider tritt diese Wirkung aber eben auch nur bei roh verzehrtem und daher stark "duftendem" Knoblauch auf.
 
Knoblauch wirkt antibakteriell und sogar leicht antiviral, wurde auch früher schon gegen Würmer eingesetzt und soll auch bei Magen-Darm-Erkrankungen unterstützen. Bei Überdosierung kann er allerdings bei empfindlichen Personen auch Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Da Knoblauch blutverdünnende Wirkung hat, sollte er nicht hochdosiert eingenommen werden – insbesondere sind hier die Fertigpräparate angesprochen.

Wir stecken unseren Knoblauch meistens im Herbst. Mitte September bis Ende Oktober ist eine gute Zeit dafür. Danach wird es zu kalt und die Knoblauchzehen haben keine Zeit mehr, auszutreiben. Wie man sehen kann, stört auch eine Schneedecke nicht. Im Frühjahr geht es dann zügig weiter.

Alternativ steckt man die Zehen erst im Frühjahr, sie holen meist auf, sind aber auch später erst erntereif.


Mehr darüber könnt Ihr im Youtube-Kanal im kleinen Garten hinterm Haus erfahren.

Übrigens war der Knoblauch Arzneipflanze des Jahres 1989.

Im Frühjahr kommt der Bärlauch - sozusagen ein Bruder des Knoblauchs - aus dem Boden und erweitert die Küche mit seinem leckeren Aroma. 

Sonntag, 9. August 2015

Schnittlauch - Allium schoenoprasum

Schnittlauch – das Allerweltskraut – eine Heilpflanze? Ja, wenn auch wenig bekannt, kann der Schnittlauch sowohl die Verdauung unterstützen als auch Schleim lösend, antibakteriell und Harn treibend wirken. Auch auf die Blutgefäße kann er unterstützend wirken.

Von einer Anwendung als Tee ist allerdings abzuraten: Geschmack und Wirkung leiden ganz erheblich. Am besten genießt man ihn frisch (oder im Bedarfsfall auch eingefroren) direkt auf dem Quark- oder Butterbrot, im Salat oder auf andere – auch warme – Gerichte direkt vor dem Servieren aufgestreut.

Sonntag, 26. Juli 2015

Zwiebel - Allium cepa

Eines unserer „billigsten“ Fast-“Allheilmittel“ können wir in jedem Supermarkt kaufen: die Zwiebel. Sie wirkt antibakteriell, Auswurf fördernd, entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend.
Als meine Kinder kleiner waren, hatten sie – wie im Kindergartenalter halt so üblich – ständig Infekte der oberen Luftwege, also das, was im allgemeinen Sprachgebrauch so Erkältung heißt. Irgendwann war ich dieser Infekte überdrüssig und bekam von meiner Tante den Tipp mit dem Zwiebeltee.
Also gesagt getan, eine kleine Zwiebel mit sämtlichen Schalen – man achte also tunlichst auf gute Qualität – klein geschnitten in kaltem Wasser angesetzt und vorsichtig aufkochen lassen. ¼ h ziehen lassen und absieben. Da diese Flüssigkeit nicht so ohne Weiteres in jedes Kind zu transportieren ist, nutzte ich den noch vorhandenen Himbeersirup (gekauft – ich gebe es zu – und daher rot röter am rötesten, ich habe selten etwas so Rotes gesehen), der als Süßungs- und vor allem Färbemittel dem Gesundgebräu die richtige Farbe verlieh. Siehe da, meine Kinder tranken den Tee nicht nur klaglos, sondern sogar richtig gerne. Und nicht nur die Erkältung mit Schnupfen und Husten war schneller als üblich auskuriert, es kam auch so schnell keine mehr nach.
Alternativ und weniger farbintensiv schnippele ich eine kleine Zwiebel – diesmal ohne Schale – klein und gebe Zucker oder Honig darauf, bis alles bedeckt ist. Nach ein paar Stunden hat die Mischung Saft gezogen, der ebenso auch gegen Infekte wirken kann.