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Sonntag, 2. August 2015

Petersilie - Petroselinum crispum

Petersilie ist den meisten von uns als Salatgewürz bekannt oder als Dekoration auf kalten Platten oder über der Suppe. Schon die Römer nutzten Petersilie.

Im Garten liebt die Petersilie einen sonnigen bis halbschattigen Standort und feuchten Boden. Im Winter sterben die oberirdischen Teile ab, im Frühjahr treibt die Pflanze aber wieder aus. Es handelt sich bei der Petersilie um eine zweijährige Pflanze, die erst im zweiten Jahr blüht und Samen bringt.

Petersilie gibt es mit glatten oder auch mit krausen Blättern. Beiden gemeinsam ist der würzige Geschmack.

Ebenso wie Brennnesselblätter liefert uns die Petersilie sehr viel Vitamin C. Daher unterstützt sie auch gut unsere Fettverbrennung. Nur durch einen einzigen Esslöffel zerhackte Petersilie wird unser Bindegewebe gestrafft, natürlich wirkt auch dieses Kraut nicht bei allen gleich gut, aber einen Versuch ist es allemal wert, zumal ich persönlich den Geschmack von Petersilie sehr schätze. Allerdings: auch Petersilie enthält relativ viel Oxalsäure, wer also zu Nieren-, Gallen- oder welche Steine auch immer neigt: Vorsicht! Nicht zu viel Petersilie genießen, vielleicht auch an anderer Stelle "Oxalsäure einsparen". Zudem regt auch Petersilie unseren Stoffwechsel an.

Auch während der Schwangerschaft ist Petersilie als Heilkraut kontraindiziert. Sie kann wehenfördernd wirken. Sie soll auch in früheren Zeiten ganz bewusst zu diesem Zweck eingesetzt worden sein, um beispielsweise unerwünschte Schwangerschaften beizeiten zu beenden.

Ganz allgemein wirkt sie auf die glatte Muskulatur und damit auch auf den Darm und bei Menstruationsbeschwerden. Als Heilmittel wird die gesamte Pflanze oder die getrockneten oder frischen Samen und auch die Wurzel verwendet.
Zubereitung:
Ich gebe einfach möglichst zu jedem Essen etwas Petersilie dazu. Bei Salat, Gemüse, Quark oder auch über die Kartoffeln. Es sieht hübscher aus, schmeckt mir persönlich ausgezeichnet und unterstützt unsere Abnehmbemühungen auf elegante Art.
Allerdings empfehle ich, die Petersilie roh zu verwenden und direkt vor oder beim Servieren den Speisen zuzufügen. Ansonsten gehen zu viele Vitamine verloren.

Montag, 13. Juli 2015

Schafgarbe - Achillea millefolium


Die Schafgarbe wird hauptsächlich als „Frauenkraut“ verwendet. Sie wirkt positiv bei Frauenproblemen, wie Menstruationsbeschwerden, sie wirkt auch psychisch ausgleichend und ist ein gutes „Abnehm“kraut.
Zubereitung:
Es werden ca. 1 TL Schafgarbe in ein Gefäß gegeben und mit heißem Wasser übergossen und abgedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen (oder einfach den Beutel aus dem Glas / der Tasse nehmen) und den Tee (in einer ruhigen Ecke) genießen.
An dieser Stelle möchte ich wieder einmal darauf hinweisen, dass Kräuter natürlich auch zu übermäßigen oder allergischen Reaktionen führen können, daher vorsichtig versuchen.

Auch ein Verdauungstropfen lässt sich relativ einfach selbst herstellen:

2 Hände voll Blütenköpfe gut ausschütteln, da auch manche Insekten die Blüten gerne mögen, dann mit 1/2 l Wodka in ein großes Glas geben und 3 - 4 Wochen ziehen lassen, abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Bei Bedarf 1 TL einnehmen, entweder pur oder in Wasser verdünnt. Schmeckt nicht besonders gut (Schafgarbe enthält relativ viel Bitterstoff), hilft aber.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Kapuzinerkresse - Tropaeolum majus

Die Kapuzinerkresse erfreut mit bunten Blüten ab dem Hochsommer. Ich hatte in 2013 mehrere Samen gelegt, allerdings war wohl die Natur in Form von Temperatur und Wetter gegen mich und meine Absichten. Erst relativ spät (ab Ende Juni) tat sich wirklich etwas. Allerdings sind von den 15 gelegten Samen nur zwei aufgegangen. Eine Pflanze hat wohl den richtigen Standort. Sie ist jetzt im Spätsommer regelrecht "explodiert". Wächst und blüht und wächst und blüht. Ein grüner Teppich durchsetzt mit orangefarbenen Blüten wuchert nun munter drauf los. Ich bin begeistert. Allerdings ist diese wunderschöne Pflanze nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch gesund. Blätter und Blüten, beides ist essbar und besitzt zudem noch heilende Kräfte.
Nun haben wir den 8. Dezember (2014) und meine beiden Kapuzen (nicht die aus dem letzten Jahr, ich hatte im Frühjahr wieder welche ausgesät), die dieses Jahr doch sehr kümmerlich wuchsen, blühen noch immer! Sehr wenige Blüten und Blätter, aber stetig und jetzt auch nicht mehr von Blattläusen heimgesucht, bieten sie doch etwas Abwechslung im Salat.

Die Kapuzinerkresse wirkt kräftigend, führt ein wenig ab und unterstützt die Verdauung.



Kapuzinerkresse - nicht nur ein Augenschmaus
 Zubereitung:
Sie können einfach einige Blätter unter Ihren Salat mischen oder richten einen eigenständigen Kapuzinerkresse-Salat an. Auch diese Blätter lassen sich im Kräuterquark unterbringen oder wenn sonst frische Kräuter verwendet werden. Achtung: Das Kraut trägt seinen Namen zu Recht: Zu viele Blätter machen das Essen evtl. zu scharf.



Die Heilkräfte umfassen pilztötende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften, so dass eine Tinktur aus Kapuzinerkresse sowohl bei Problemen der oberen Luftwege aber auch des Urobgenitaltraktes angewendet werden.

Für die Tinktur schneidet man eine entsprechende Anzahl (ca. 1 Teil Kraut und Blüten) in Streifen, gibt hochprozentigen Alkohol (möglichst 70%igen) hinzu bis das Kraut bedeckt ist und lasst das ganze ca. 10 - 14 Tage in der Sonne ausziehen. Anschließend filtert man und füllt in saubere möglichst dunkle Fläschchen um. Man nimmt maximal 3x täglich ca. 20 Tropfen auf 1 Esslöffel Wasser oder Tee ein.

Donnerstag, 16. April 2015

Apfel - Pirus malus

An apple a day keeps the doctor away. Wer kennt diesen Spruch nicht? Schon seit alters her gilt der Apfel als gesund und vitaminreich. Das gilt mit Einschränkungen auch heute noch, denn die modernen Sorten enthalten auf Grund der Konzentration auf Süße bei der Züchtung weniger gesunde Inhaltsstoffe als die sogenannten alten Sorten wie Boskop, Goldparmäne, Gravensteiner etc. Die meisten der gesunden Inhaltsstoffe liegen direkt unter oder in der Schale. Daher sollten Äpfel, wann immer möglich, mitsamt der Schale genossen werden.

Unser Kinderarzt empfahl bei Durchfall durchaus auch mal einen roh mit Schale geriebenen Apfel zu essen. Als Apfelessig wirkt er unter anderem gegen Halsweh. Dafür vermischt man einen Teelöffel Honig mit einem Esslöffel Apfelessig und gießt mit Wasser auf. Diese Mischung trinkt man in kleinen Schlucken oder gurgelt einfach nur damit.
Ein Tee aus den Schalen kann die Nerven beruhigen und schmeckt mir zudem noch gut. Eine 3tägige Apfelkur, bei der nur Äpfel gegessen werden, kann beim Rauchentwöhnen helfen, da angeblich eine Abneigung gegen das Rauchen eintritt. Allerdings sind 20 Äpfel und nur Äpfel nicht jedermanns Sache.

Durch das reichlich vorhandene Pektin helfen Äpfel auch beim Abnehmen, denn das Pektin quillt im Magen auf, sorgt so für ein dauerhaftes Sättigungsgefühl. Soweit die Theorie, bei mir funktioniert's nicht. Ich bekomme von Äpfeln meist noch mehr Hunger.