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Mittwoch, 19. Juni 2019

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Der Rosmarin stammt wie viele andere unserer heute bekannten Würz- und Heilkräuter aus dem Mittelmeerraum. Hier in Deutschland ist er bedingt winterhart, benötigt in kalten Wintern durchaus Frostschutz. Ins Zimmer hole ich meine nicht mehr, dabei sind sie mir regelmäßig trotz Gießens vertrocknet oder aus einem anderen Grund abgestorben. Der Rosmarin verträgt im Garten durchaus Trockenheit, im Kübel oder Topf hingegen leider überhaupt nicht.

Da er den Kreislauf und das Herz stärken soll, wird er gerne bei niedrigem Blutdruck eingesetzt. Morgens einen Rosmarintee oder einige Tropfen Rosmarintinktur bringen den Kreislauf auf (je nach Menge) sanfte Weise auf Trab. Auch ein Bad in Rosmarin bei einer Wassertemperatur um die 35 – 36 °C bringt den Kreislauf in Schwung, allerdings habe ich morgens dafür nicht die Zeit.

Aber cave! Schwangere sollten den Rosmarin mit sehr viel Vorsicht genießen, denn er kann abortiv wirken.

Auch in unseren Breiten kann er richtig groß werden. Er mag sonnige Standorte mit sandigem Lehmboden, aber auch "normale" Gartenerde genügt.


gefunden in Kleinostheim am 19. März 2016

gefunden in Kleinostheim am 19. März 2016



Wichtig für den IHK-Sachkundenachweis:

Rosmarinblätter - Rosmarinus officinalis
 

Hauptinhaltsstoffe:
Ätherische Öle
Bitterstoffe
 

Hauptanwendungsgebiete:
Kreislaufanregend (Bad)
Verdauungsstörungen
 

wie erkennen:
typischer Geruch

Donnerstag, 2. April 2015

Stevia – Stevia rebaudiana

Stevia – kaum eine Pflanze hat in den letzten Jahren so viel von sich reden gemacht. Erst ist sie in der EU und damit in Deutschland nicht zum Verzehr zugelassen, obwohl sie in den Ländern, wo sie natürlich wächst, seit Jahrhunderten angewendet wird, und das – zumindest wird das unterstellt – ohne schädliche Wirkungen.
 
Natürlich ist jedenfalls das Süßungsmittel nur dann, wenn das direkte Kraut verwendet wird, das Pulver ist mindestens so industriell hergestellt wie alle anderen Süßungsmittel auch. Der Geschmack ist auch nicht wirklich zuckerähnlich, wenn man die Blätter direkt konsumiert. Als Bestandteil von Teemischungen geht es aber ganz gut durch.

Ich persönlich halte Stevia nicht zwingend für ein Heilkraut, auch wenn es wohl Gerüchten zufolge sowohl Blutzucker als auch Blutdruck senken kann. Außerdem wurde es zur Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft eingesetzt. In jedem Fall würde ich mich an die offiziellen Empfehlungen halten und Stevia nur sehr eingeschränkt verwenden.

Leider ist die Pflanze nicht winterhart und der Frost im Herbst hat unsere Pflanze nicht gut getan, so dass ich mich dieses Jahr wieder entscheiden muss, ob ich eine will oder nicht.

Ich  habe durch den Kommentar einer Leserin diesen Link erhalten, der  ziemlich gut beschreibt, wie man die Pflanze auch über den Winter bekommt, ich werde das dann doch nochmal ausprobieren. Ich finde es immer schade, wenn Pflanzen als Ware nach einer Saison entsorgt werden, obwohl sie durchaus mehrjährig sein könnten, wenn man sie ließe.

Stevia rebaudiana